Warum sind Ihre Mauern, Ihr Keller feucht ?

Schadhafte Isolierung
Bei Altbauten fehlen meisten horizontale und vertikale Abdichtungen oder diese sind im Laufe der Jahre durchlässig geworden. Die Mauer kann dadurch Feuchtigkeit aufnehmen. Die Menge der aufsteigenden Feuchtigkeit richtet sich nach der Porosität des Baustoffes und nach der Bodendurchfeuchtung.
Die obere Grenze der Feuchtigkeit im Mauerwerk hängt von der Kapillardichte ab. Je dichter die Mauer verputzt ist, desto höher steigt die Feuchtigkeit, da sie schlecht verdunsten kann.

Porosität
Ziegel, Kalkstein und Mörtel sind besonders saugfähig - der Anteil von Luftporen liegt bei 25%.
Diese starke Porosität ist der Grund für die hohe Wasseraufnahmefähigkeit.
Bei Natursteinen ist meist auch das Füllmaterial, der Mörtel, von der Feuchtigkeit stark betroffen.

Kapillareffekt
Die meisten Baustoffe sind porös und beinhalten eine Vielzahl feiner Kapillarröhrchen.
Kommt ein solcher Baustoff mit Wasser in Berührung, so saugt er sich - ähnlich wie ein Schwamm - mit Wasser voll.

Sanierungsfehler
Jeder Versuch, eine feuchte Mauer durch Massnahmen an der Oberfläche allein zu sanieren,
ist von vornherein zum Scheitern verurteilt.
Eine sinnvolle und dauerhafte Sanierung kann nur durch ein Mauertrockenlegungsverfahren erreicht werden, welches garantiert, dass
1. die im Mauerwerk vorhandene Feuchtigkeit beseitigt wird und
2. dauerhaft verhindert wird, dass neue Feuchtigkeit ins Mauerwerk eindringt.
Massnahmen, die die Situation verschlechtern, sind: Sperrputz, Fliesen, Verschalungen, Vollwärmeschutz etc.

 

 
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